Kunstprojekt für geflüchtete Kinder

Seit Oktober 2016 engagieren sich die Wirtschaftsjunioren  Hamburg in Kooperation mit der Hamburger Kunsthalle für geflüchtete Kinder in einer Hamburger Erstunterkunft in der Weddestraße. Martina Ring (eine für traumatisierte Kinder sensibilisierte Kunstpädagogin) besucht 1x wöchentlich für 90-120 Minuten geflüchtete Kinder in dieser Erstunterkunft. Den Kindern werden fachgerechte Malutensilien gestellt und durch die Kunstpädagogin umfangreich betreut. Dabei handelt es sich laut Frau Ring um ein so genanntes „offenes Angebot“. Die Kinder können während der ganzen Zeit, in der sie da, ist kommen. Frau Ring: „Oft werde ich schon von einigen Kindern am Eingang der Unterkunft erwartet. Ich muss also so weit vorbereitet sein oder mir eine entsprechende Strategie zurechtgelegt haben, damit ich ohne viel Vorbereitung vor Ort loslegen kann. Ich habe ein Muster dabei, damit sie sehen was wir vorhaben. Je komplizierter die Aufgabe, umso mehr Zwischenschritt-Modelle fertige ich an. Somit kann das, was verbal nicht zu erklären ist, gesehen werden.“

Derzeit nehmen dort Kinder aus 10 unterschiedlichen Ländern (Syrien, Afghanistan, Mazedonien, Serbien, Kosovo, Eritrea, Albanien, Irak, Somalia, Montenegro) im Alter von 3 bis 13 Jahren teil. Laut Frau Wortmeyer, Leiterin der Erstunterkunft, nehmen gleichermaßen Mädchen und Jungen teil. „Die Kinder freuen sich über jeden Termin und beginnen meist schon direkt nach der Schule in der Verwaltung zu fragen, wann es denn losgeht. Neben der Offenheit und der Neugierde der Kinder ist es gewiss auch dem besonderen (pädagogischen) Geschick von Frau Ring zu verdanken, dass auch die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe im Projekt meines Erachtens wenig bis keine Barrieren darstellen. Kunst verbindet und leistet, meine ich, in diesem Sinne auch einen eigenen, besonderen Integrationsbeitrag.“

Kunstprojekt für geflüchtete Kinder Wirtschaftsjunioren Hamburg bei der Handelskammer -1
Kunstprojekt für geflüchtete Kinder Wirtschaftsjunioren Hamburg bei der Handelskammer - 2

Mit Hilfe dieses Projektes ermöglicht man den Kindern einen ersten Anknüpfungspunkt an das Thema Bildung durch Kunst. Auch bei nur geringen Sprachkenntnissen können sich die Kinder durch das Malen ausdrücken. Durch die gleich bleibende Ansprechpartnerin können die Kinder darüber hinaus ein Vertrauensverhältnis zu einer deutschsprachigen Person aufbauen und die Sprache durch das Malen spielerisch erlernen. Frau Ring: „Es mag zu Beginn, als die Kinder noch nicht eingeschult waren und nur zwei Worte deutsch konnten auch Ablenkung gewesen sein – und bestimmt ist es das noch immer ein bisschen. Wenn ich mir aber die gewachsene Dynamik ansehe, dann ist es viel mehr als das. Es ist ein kleines Stück Sprache lernen. Was ich nicht sagen kann, kann ich zeichnen – und das hilft sehr. Außerdem ist es ergänzend zur Schule ein Weg, unsere Kultur  kennen zu lernen. Sie können mir Fragen stellen und Geschichten außerhalb des schulischen Kontextes erzählen. Durch das mittlerweile gewachsene Vertrauen erhalte ich so Einblick in die Dinge die sie bewegen, die Fragen die sie haben usw. Sie lernen unsere Traditionen kennen –  malen Ostereier und Christbäume ebenso wie Stillleben und Schiffe und erhalten einen Einblick in unsere Kultur. Sie lernen spielerisch künstlerische Techniken kennen und bei all dem ist das soziale Miteinander besonders wichtig.“

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Ein besonderer Dank gilt zum einen der Stiftung Kulturglück, die dieses Projekt mit ins Leben gerufen haben und zum anderen der STIFTUNG MARITIM Hermann & Milena Ebel, des DNV GL, der Firma Realitäten Ehrengruber und vielen Privatpersonen, die das Ganze durch ihre großzügigen Spenden finanziell ermöglichen.

Damit das Projekt auch weiterhin kontinuierlich fortgesetzt werden kann, freuen wir uns natürlich immer über weitere Spenden an: AWO-Stiftung Aktiv für Hamburg / Verwendungszweck: „Spende Kunstprojekt für geflüchtete Kinder“ / IBAN: DE10 2005 0550 1280 1504 65 /BIC: HASPDEHHXXX

Hier gelangt Ihr zum Ausschuss Gesellschaftliche Verantwortung, der dieses Projekt betreut.

Stiftung Maritim Hermann & Milena Ebel
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